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Welche Magnesiumformen gibt es? Herstellung & Unterschiede erklärt

by Christian Böhm 10 Mar 2026 0 Comments

Welche Magnesiumformen gibt es und wie werden sie hergestellt?

Magnesium ist in Nahrungsergänzungsmitteln nicht immer in derselben Form enthalten. Stattdessen wird es an unterschiedliche Säuren, Aminoverbindungen oder Mineralträger gebunden. Dadurch entstehen verschiedene Magnesiumformen wie Magnesiumbisglycinat, Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumtaurat, Magnesium-L-Threonat oder Marines Magnesium Hydroxid.

Diese Verbindungen unterscheiden sich vor allem in ihrer chemischen Struktur, ihrer Herstellung und ihrer Einordnung als klassisches Magnesiumsalz, Chelat oder Mineralstoffkomplex.

In diesem Artikel erfährst du, welche Magnesiumformen es gibt, wie sie hergestellt werden und worin die wichtigsten Unterschiede liegen.

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Kurzantwort: Welche Magnesiumformen gibt es?

Zu den bekanntesten Magnesiumformen in Nahrungsergänzungsmitteln gehören:

  • Magnesiumbisglycinat
  • Magnesiumcitrat
  • Magnesiummalat
  • Magnesiumtaurat
  • Magnesium-L-Threonat
  • Marines Magnesium Hydroxid

Chemisch betrachtet handelt es sich dabei nicht um „verschiedene Magnesium-Arten“, sondern um unterschiedliche Magnesiumverbindungen. Das Magnesiumion wird dabei jeweils an eine andere Verbindung gebunden – zum Beispiel an Zitronensäure, Glycin, Apfelsäure, Taurin oder L-Threonsäure. Aquamin® nimmt dabei eine Sonderstellung ein, da es sich nicht um ein einzelnes Salz, sondern um einen marinen Mineralstoffkomplex handelt.

Magnesiumformen im Überblick

Magnesiumform Chemische Einordnung Bindungspartner Typische Herstellung
Magnesiumbisglycinat Chelatverbindung Glycin Reaktion von Magnesiumsalzen mit Glycin
Magnesiumcitrat Magnesiumsalz einer organischen Säure Zitronensäure Reaktion von Magnesiumverbindungen mit Zitronensäure
Magnesiummalat Magnesiumsalz einer organischen Säure Apfelsäure Reaktion von Magnesiumverbindungen mit Apfelsäure
Magnesiumtaurat Magnesiumverbindung mit Aminosulfonsäure Taurin Reaktion von Magnesiumsalzen mit Taurin
Magnesium-L-Threonat Magnesiumsalz einer organischen Säure L-Threonsäure Herstellung aus Magnesium und L-Threonsäure
Marines Magnesium (Magnesiumhydroxid, Magnesium aus Algen) Mariner Mineralstoffkomplex natürliche Mineralmatrix Gewinnung aus Meerwasser bzw. marinen Mineralquellen

Was ist Magnesiumbisglycinat?

Magnesiumbisglycinat ist eine Chelatverbindung aus Magnesium und der Aminosäure Glycin. Dabei ist ein Magnesiumion an zwei Glycinat-Liganden gebunden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird diese Form häufig auch als Magnesiumglycinat bezeichnet.

Hergestellt wird Magnesiumbisglycinat in der Regel durch die kontrollierte Reaktion eines Magnesiumsalzes mit Glycin. Das Ergebnis ist eine definierte organische Magnesiumverbindung.

Was ist Magnesiumcitrat?

Magnesiumcitrat ist eine Verbindung aus Magnesium und Zitronensäure. Es gehört zu den bekanntesten Magnesiumsalzen in Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Herstellung erfolgt typischerweise durch die Reaktion von Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid oder Magnesiumcarbonat mit Zitronensäure. Dabei entsteht Magnesiumcitrat als Salz einer organischen Säure.

Was ist Magnesiummalat?

Magnesiummalat ist eine Verbindung aus Magnesium und Apfelsäure. Apfelsäure kommt natürlicherweise in vielen Obstsorten vor, wird für Nahrungsergänzungsmittel jedoch in der Regel als definierter Rohstoff eingesetzt.

Hergestellt wird Magnesiummalat durch die Reaktion von Magnesiumverbindungen mit Apfelsäure. Chemisch handelt es sich um ein Magnesiumsalz der Apfelsäure.

Was ist Magnesiumtaurat?

Magnesiumtaurat ist eine Magnesiumverbindung mit Taurin. Taurin ist chemisch keine klassische Aminosäure, sondern eine Aminosulfonsäure.

Die Herstellung erfolgt durch die Reaktion von Magnesium mit Taurin beziehungsweise mit geeigneten Taurat-Ausgangsstoffen. Dadurch entsteht eine organische Magnesiumverbindung mit Taurin als Bindungspartner.

Was ist Magnesium-L-Threonat?

Magnesium-L-Threonat ist eine Verbindung aus Magnesium und L-Threonsäure. L-Threonsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das mit Vitamin C in Zusammenhang steht.

Diese Form wird als definierte Magnesiumverbindung hergestellt, indem Magnesium mit L-Threonsäure beziehungsweise ihren geeigneten Vorstufen umgesetzt wird. Im Markt ist sie häufig auch unter markengeschützten Rohstoffen bekannt.

Was ist Marines Magnesium?

z.B. Der Markenrohstoff Aquamin® Magnesium  unterscheidet sich von klassischen Magnesiumsalzen deutlich. Es handelt sich nicht um ein einzelnes Magnesiumsalz, sondern um einen marinen Mineralstoffkomplex.

Der Rohstoff wird aus Meerwasser beziehungsweise marinen Mineralquellen gewonnen und enthält neben Magnesium auch weitere Spurenelemente. Dadurch gehört Aquamin® eher zu den natürlichen Mineralstoffkomplexen als zu den klassischen, gezielt synthetisierten Magnesiumsalzen.

Wie wird Magnesium hergestellt?

Die meisten Magnesiumformen in Nahrungsergänzungsmitteln entstehen durch chemisch kontrollierte Reaktionen. Dabei wird Magnesium – meist in Form eines Ausgangssalzes wie Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid oder Magnesiumcarbonat – mit einem Bindungspartner umgesetzt.

Je nach Bindungspartner entstehen unterschiedliche Gruppen von Magnesiumverbindungen:

  • Magnesiumsalze organischer Säuren: zum Beispiel Magnesiumcitrat, Magnesiummalat oder Magnesium-L-Threonat
  • Chelatverbindungen: zum Beispiel Magnesiumbisglycinat
  • Verbindungen mit Aminosulfonsäuren: zum Beispiel Magnesiumtaurat
  • Natürliche Mineralstoffkomplexe: zum Beispiel Aquamin® Magnesium

Das bedeutet: Magnesium selbst ist ein natürliches Element, die jeweilige Supplement-Form entsteht jedoch meist erst durch technische Verarbeitung oder gezielte Rohstoffgewinnung.

Sind alle Magnesiumformen synthetisch?

Nicht alle Magnesiumformen sind im gleichen Sinn „synthetisch“. Klassische Formen wie Magnesiumcitrat, Magnesiummalat oder Magnesiumbisglycinat werden in der Regel industriell hergestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie künstlich erfundene Stoffe wären, sondern dass sie kontrolliert produziert und gereinigt werden.

Aquamin® Magnesium nimmt hier eine Sonderstellung ein, weil die Mineralstoffe aus marinen Quellen stammen und als natürlicher Mineralstoffkomplex gewonnen werden.

Welche Magnesiumform ist chemisch gesehen was?

                                                                                                           

Gruppe Beispiele
Magnesiumsalze organischer Säuren Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesium-L-Threonat
Chelatverbindungen Magnesiumbisglycinat
Verbindungen mit Aminosulfonsäuren Magnesiumtaurat
Natürliche Mineralstoffkomplexe Marines Magnesium Hydroxid

Häufige Fragen zu Magnesiumformen

Welche Magnesiumformen gibt es?

Zu den bekanntesten Magnesiumformen gehören Magnesiumbisglycinat, Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumtaurat, Magnesium-L-Threonat und Marines Magnesium Hydroxid.

Wie wird Magnesiumbisglycinat hergestellt?

Magnesiumbisglycinat entsteht durch die Reaktion eines Magnesiumsalzes mit Glycin. Chemisch handelt es sich um eine Chelatverbindung.

Ist Magnesium-Hydroxid ein Magnesiumsalz?

Nein. Marines Magnesium-Hydroxid ist kein einzelnes Magnesiumsalz, sondern ein mariner Mineralstoffkomplex aus natürlichen Quellen.

Sind Magnesiumformen natürlich oder synthetisch?

Magnesium selbst ist ein natürliches Element. Viele Supplement-Formen werden jedoch technisch hergestellt oder gezielt aus Rohstoffen gewonnen.

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Fazit

Magnesium kommt in Nahrungsergänzungsmitteln in unterschiedlichen chemischen Formen vor. Diese unterscheiden sich vor allem durch ihren Bindungspartner und ihre Herstellung.

Während Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumtaurat, Magnesium-L-Threonat und Magnesiumbisglycinat gezielt als definierte Verbindungen hergestellt werden, stellt Marines Magnesium-Hydroxid einen marinen Mineralstoffkomplex mit natürlicher Herkunft dar.

Wer Magnesiumprodukte besser verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den Namen der Magnesiumform achten, sondern auch auf ihre chemische Einordnung und Herkunft.

Dieser Bitrag wurde mit Unterstützung von KI (u.a. Chatgpt) erstellt und redaktionell geprüft. 

Quellen (Auswahl)


  1. Golf S. Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit von Magnesium-Verbindungen.      Pharmazeutische Zeitung. 2006;111(26).      (Übersichtsartikel zu verschiedenen Magnesiumsalzen, ihrer chemischen Einordnung und Herstellung)  
  2.     Rude R.K. Magnesium. In: Ross AC, Caballero B, Cousins RJ, Tucker KL, Ziegler TR (Hrsg.).      Modern Nutrition in Health and Disease. 11. Aufl. Lippincott Williams & Wilkins; 2014.      (Standardwerk mit Überblick zu Magnesiumverbindungen und deren Einteilung)  
  3.     Dr. Becherer. Vergleich von Magnesiumverbindungen: Oxid, Citrat, Aspartat & Co.      (PDF-Übersicht zu verschiedenen Magnesiumformen in Nahrungsergänzungsmitteln, inkl. Hinweis, dass Magnesium immer als Verbindung vorliegt)  
  4.     PTAheute. Welches Magnesium ist das beste? Übersicht der Magnesiumsalze gängiger Präparate.      (Praktische Einordnung von Magnesiumcitrat, -oxid, -carbonat, -glycinat etc. als verschiedene Magnesiumverbindungen)  
  5.     Herstellerinformation Aquamin®. Technisches Dossier zu Aquamin® Magnesium.      (Beschreibung von Aquamin als mariner Mineralstoffkomplex aus Meerwasser bzw. marinen Mineralquellen mit Magnesium und Spurenelementen) 
  6.     Internetchemie / chemische Datenbanken. Einträge zu Magnesiumglycinat, Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumtaurat, Magnesium-L-threonat.      (Chemische Struktur, Bindungspartner und Einordnung als Salz einer organischen Säure bzw. Chelatverbindung)  
Christian Böhm – Autor

Über den Autor

Christian Böhm

Zertifizierter veganer Ernährungsberater · Longevity-Coach · Gründer Natural-Fitness24 (seit 2010)

Chris beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Kraftsport, Ernährung und Supplementierung. Als Inhaber von NF24 und zertifizierter Ernährungsberater gibt er ausschließlich Empfehlungen, die er selbst erprobt oder für sinnvoll befunden hat.

✓ Zertifizierter veganer Ernährungsberater ✓ 25 Jahre Erfahrung im Kraftsport ✓ Inhaber NF24 seit 2010
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